Wenn man nur ab und zu in „seine“ Kellergasse geht, scheint sie ein lang verlassener Ort zu sein. Das ging zumindest mir anfangs so. Wenn ich aber ein Presshaus saniere, kommt fast jeden Tag jemand anderer vorbei und schwupps kenn ich fast die ganze Kellergasse. Das war zumindest in Kleinstetteldorf so. Eh schon abgelegen, unasphaltiert und noch mit einigen Lehmhäusern aus dem Trubel der Welt gelegen, ist sie doch gut darin eingebunden. Ab und zu flüchten die Presshausbesitzer in ihr Einod, nur für kurze Zeit, und kommen in ihr Refugium ein wenig runter. Sie sind eigentlich nie alle gleichzeitig da, aber die Kellergasse ist trotzdem lebendig – in einer ruhigen, angenehmen Art – jeder für sich und immer wieder zusammen.