Presshaus-Böden

Der Boden ist die Grundlage, aber bei einem Presshaus gibt es in der Regel kein Fundament. Es waren einfache, gestampfte Erdböden – für die Baumpresse und die Arbeit damit reichte das.

Welcher Boden ist nun geeignet, wenn das Presshaus für eine zeitgemäße Nutzung adaptiert werden soll? Einerseits gilt die Devise, die Feuchtigkeit des Bodens aufsteigen zu lassen, damit sie nicht hauptsächlich ins Mauerwerk und weiter in den Dachstuhl geht. Andererseits steigt die Feuchtigkeit dann zur Holztram und dem Dachstuhl auf und greift diese an – auch wenn gelüftet wird.

Es gibt Versuche Presshäuser, im Nachhinein von der Feuchtigkeit des Bodens zu versiegeln – durch eine Horizontalsperre usw. Das ist nicht nur aufwendig, sondern bringt selten die Ergebnisse, die erhofft werden. Alleine die Brustmauer und Eingang zur Kellerröhre dicht zu bekommen, ist eine Sysyphosarbeit.

Presshäuser sind eben keine geschlossenen Gebilde, die von ihrer Umgebung abgeschottet werden müssen und können. Wenn man das akzeptiert und den Charakter des Presshauses erhält, kann mit den Nachtteile davon umgegangen werden. Falls noch ein Erdboden vorhanden ist, kann er verdichtet und geebnet werden, um ihn zu pflastern – bei hoher Belastung mit Schotter und Splitt unterbaut. So kann die Feuchtigkeit zwar weiter aufsteigen, wird aber ein wenig gebremst und kann über die konstante Belüftung des Presshauses zirkulieren.

Oft sind jedoch die Boden bereits mit Betonestrich versiegelt. Das bedeutet natürlich nicht das Ende eines Presshauses, aber ein Schritt in diese Richtung.

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